Meine Motivation ist es, die Essenz des Wahrgenommenen

durch meine Herangehensweise freizulegen und sie den

Betrachter intensiviert näher zu bringen.


 

Editionen


von Erika Frisan


Verdichtung der alltäglichen Stadtmotive durch eine spezielle analoge

Technik der Diaprojektion, mit dem Ziel einer Verdichtung bis hin zur

Abstraktion der Stadtmotive, die den Betrachter zu näherem Hinsehen

verführt und ihm sein Wahrnehmungsergebnis lässt.


Bei der Betrachtung der Fotografien in ihrer speziellen Zusammenstellung

in den Ausstellungen gibt Horst Eschment seinen subjektiven

Blick auf die Stadt frei. Der Rhythmus der Stadt, das

Zusammenspiel der Gebäude, der Orte, der Menschen, die Horst Eschment

herausfiltert, verdichtet; das Festlegen der Ausschnitte zwischen

Schärfe und Unschärfe, mal impressionistisch, mal abstrakt;

der Perspektivwechsel zwischen Innen- und Außen, Oben und Unten, das

Spiel mit Reflexionen und Spiegelungen - dieser intensivierte

Blick öffnet dem Betrachter einen neuen Zugang zur Umwelt, ihren

Konturen, Zentren und Gesten. Die Aufschlüsselung wird nicht geliefert. Sie

bleibt dem Betrachter. Nicht eine Art zu erzählen, zu erklären oder zu

verstehen begegnet dem Betrachter in der Fotografie von Horst Eschment,

sondern eine assoziative und evokative Art auf die Wirklichkeit zu blicken,

ein intensiver, emotionaler und gleichzeitig tiefer Blick auf die Welt, für

den weit geöffnete Augen erforderlich sind.